BLOG-ILLO_HaltAls regelmäßiger Blogger überlege ich immer sehr genau, was wünschen sich meine Leser und vor allem, was brauchen sie, um noch erfolgreicher und durchsetzungsstärker zu werden. Klar, eine gute Stimme, natürlich! Darum geht es bei mir ja ständig. Was mir an meinen bisherigen Blogs auffiel: Ich erzähle und erkläre sehr viel darüber, was Sie alle machen sollen, um Ihre Stimme zu optimieren. Wenn Sie hier regelmäßig dabei sind, wissen Sie darüber schon eine ganze Menge. Was ich bisher kaum gemacht habe, ist, im Detail aufzuführen, was Sie besser nicht tun, wenn Sie so richtig gut auf Ihre Stimme aufpassen wollen. Da gibt es nämlich eine ganze Menge.

Hier kommen 7 Dinge, die Sie auf dem Weg zu einer ausdrucksstarken und gesunden Stimme besser unterlassen sollten:

Ohne Mikrofon sprechen
Klar, es geht nichts über den natürlichen Klang Ihrer Stimme. Aber wenn der Raum mit, sagen wir, fünfzig Personen gefüllt ist, verleitet das oft dazu, lauter zu sprechen, als das der Stimme guttut. Bestehen Sie auf sanfter Verstärkung und nutzen Sie ein Headset! Ihre Zuhörer werden es Ihnen danken und Ihre Stimme bleibt auch nach vielen Stunden des Unterrichtens oder des Erklärens klar und wohlklingend. Langfristig gesehen schonen Sie so Ihren wichtigsten eigenen Kooperationspartner, Ihre Stimme.

Zu wenig trinken
Wussten Sie, dass „feuchte Aussprache“ beim Präsentieren ein gutes Zeichen richtigen Sprechens darstellt? Die Schleimhäute Ihres „Stimmgenerators“ im Kehlkopf benötigen jede Menge Flüssigkeit, um nicht trocken zu laufen. Genügend trinken heißt das Zaubermittel. Achtung: Beginnen Sie mit dem Wasser trinken spätestens 20 Minuten vor Ihrem Auftritt oder wichtigem Meeting. Wenn Sie erst auf der Bühne stehen oder sich im Gespräch befinden, ist es zu spät. Dann lindert der Schluck Wasser bestenfalls den Frosch im Hals. Viel trinken ist auf jeden Fall immer hervorragend für die Stimme, auch wenn Sie gerade keinen Auftritt geplant haben.

Eiskalte Getränke zu sich nehmen
A propos trinken: Trinken Sie stets ungekühltes Wasser oder zumindest Wasser mit Raumtemperatur. Eiswürfel-gekühltes Wasser macht die Stimm-Muskeln hart hindert die daran, volle, kraftvolle Töne zu erzeugen. Dass kohlensäurehaltige Getränke speziell vor einer Präsentation keine gute Option sind, hat sich ja schon herumgesprochen, nicht wahr? 😉

Räuspern
Ständiges Räuspern scheint die Nervosität zu lindern, ist aber Gift für Ihre Stimme. Räuspern verkrampft jedes Mal kurz alle Muskeln im Kehlkopf, mit allen unerwünschten Auswirkungen auf die Stimme. Drei Alternativen verhindern den Räusper-Reflex: 1.: Husten Sie kurz ab anstelle des Räusperns. 2.: Trinken Sie einen Schluck Wasser und genießen Sie, dass die Kehlkopfmuskeln nach dem Schlucken wieder spürbar entspannen. Und 3.: Nutzen Sie die Mini-Wahrnehmungsübung, die ich in meinem Buch „Geheimer Verführer Stimme“ auf Seite 73 beschreibe.

Rauchen
Ja, sorry, mag so mancher vermutlich nicht hören, aber der eingeatmete Zigarettenrauch zieht seine Spur durch die geöffnete „Stimmritze“. Die Schleimhäute der Stimmlippen werden dabei buchstäblich geselcht. Und revanchieren sich mit Verhärtung und vermehrter Schleimproduktion. Keine wirklich empfehlenswerte Vorbereitung auf den wichtigen Auftritt …

Sprechpausen vergessen
Klingt komisch, ist aber der Stimm-Killer Nummer eins. Viele Sprecher oder auch Menschen in einem für sie wichtigen Gespräch geraten massiv in den Bann ihrer eigenen Aussagen. Daraus folgt ein immer schnelleres Redetempo, das in Kurzatmigkeit mündet. Was dies mit der Stimme macht, können Sie sich lebhaft vorstellen. Sie wird höher und gehetzter. Kurz: sie klingt alles andere als souverän. Lassen Sie also Ihre Zuhörer verarbeiten, was Sie sagen, warten Sie ab, bis der Groschen gefallen ist. Und nehmen Sie sich dadurch Zeit zum richtigen (reflektorischen) Atmen. Sie werden dadurch langsamer, klingen fokussierter und überzeugender.

Aufwärm-Übungen auslassen
Athleten gehen niemals ohne Warm-up in den nächsten Wettkampf. Dasselbe gilt für Profis, die sich auf einen offiziellen Auftritt vor vielen Menschen vorbereiten. Sie sollten eine Bühne niemals betreten, ohne vorher in einem leeren Büro oder im Waschraum einige Stimm-Übungen absolviert zu haben. Zungengymnastik, aktives Blödeln, Grimassenschneiden zum Auflockern und einige tiefe „mmh‘s“ helfen sofort, immer kombiniert mit möglichst impulsiven, ausladenden Bewegungen. So werden Sie auch kurzfristig stimmfit für das folgende Gespräch oder die wichtige Präsentation.

Wenn Sie diese sieben stimmlichen Don’ts berücksichtigen, ist viel gewonnen. Sie erhalten Ihren ganz persönlichen „geheimen Verführer Stimme“ bei voller Kraft und Gesundheit! Ihre Stimme ist der Schlüssel in der Kommunikation. Passen Sie gut auf sie auf!