„Ist das nicht Manipulation?!“ höre ich in Seminaren immer wieder aufmerksame Teilnehmer fragen – meist dann, wenn wir gerade an besonders subtilen Wirkmechanismen von Stimme und Sprache arbeiten. Oft flimmerte dann am Vortag der verführerische Auftritte eines Populisten über die Bildschirme und rief die Macht der Rhetorik in Bewusstsein. „Dient diese ganze Auseinandersetzung mit der Stimme, mit der Macht der Sprache denn nicht nur dazu, andere über den Tisch zu ziehen?!“

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AUDIO: Im „Stimme wirkt!“-Podcast spreche ich mit Andreas K. Giermaier über Manipulation, Ethik und wirkungsvolle Rhetorik. Den Podcast hören Sie auf allen gängigen Plattformen.

Manipulation. Die dunkle Seite der Macht.

Schwarze Rhetorik. Geht es darum, endlich die richtigen Tricks zu lernen, um die eigenen Ziele machtvoll durchzusetzen?

Zugegeben, man kann schon erschauern, wenn Stimme, Körpersprache und Sprache ihre Wirkungsmacht entfalten. Dafür gibt es berühmte Gänsehautmomente. Recht abschreckende aus der jüngeren Geschichte – und sehr berührende und markante. Ihnen fallen da sicher neben große Namen wie Martin Luther King, Steve Jobs oder Barack Obama noch ganz andere ein.

Geht es beim Kommunizieren nicht immer um Beeinflussung?

Warum kommunizieren wir überhaupt miteinander? Vom ersten Moment des Lebens an sind wir von unserem ganzen Wesen her darauf ausgerichtet, andere zu dem zu bewegen, was uns zupass kommt. Das uns unterstützt, das uns hilft, das uns in irgendeiner Weise bereichert oder füttert.

Bevor Du noch sagen kannst, was Du willst, schreist Du Deinen Wunsch aus Dir heraus, irgendwann wird die Mama schon kommen und Dir die Brust geben und Deine Bedürfnisse stillen.

Ist das nicht Manipulation?

Wir trainieren von Anbeginn, das nächste Mal wieder das zu tun, was zum Ziel geführt hat. Was Dir Wärme gibt, Dich satt macht, Dich zum Lächeln bringt. Dann hast du das Grundmuster der Kommunikation eingeübt: Dass Deine Äußerungen dazu dienen, die anderen zu dem zu bewegen, was Dir im Moment wichtig, was dich im Moment unterstützt.

Wann haben wir Sorge, manipuliert zu werden?

Über Manipulation sprechen wir im Alltag wohl weniger, wenn Sie jemand auf Augenhöhe zu etwas bewegen will. Manipuliert fühlen Sie sich eher, wenn Sie begreifen, dass Sie jemand über den Tisch ziehen will. Wenn Sie das Gefühl haben, jemand tut mit Ihnen etwas, was Sie nicht wollen.

Diese Fragen fallen mir dazu ein:

✅  Was hilft uns, dieses Übermaß an Überzeugungsdruck zu verhindern, um nicht unwissentlich Widerstand zu erzeugen?
✅  Wie kann die Kenntnis der räumlichen Psychologie („Proxemik“) für ein entspannteres Gesprächsklima sorgen?
✅  Welche Entscheidungen sind fällig, wenn uns unsere überraschend große Verantwortung für die Befindlichkeit unserer Gesprächspartner und Zuhörer bewusst wird?

Meine Antworten zu Manipulation und Ethik in der Kommunikation hören Sie oben im „Stimme wirkt!“-Podcasts.

Ihr Arno Fischbacher


Nebenbei:

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