Mit welcher Stimme machen Sie sich hörbar?

Oder, noch direkter gefragt? Machen Sie sich überhaupt hörbar? Oder gehören Sie etwa zu den Menschen, die in Meetings angesichts der Wortgewalt mancher Kollegen völlig verstummen? Sie haben sehr wohl eine Meinung, sehr gute Ideen zum diskutierten Projekt? Aber, bevor Sie noch dazu kommen, sich kurz zu räuspern und die notwendige Courage für eine Wortmeldung aufbringen, haben drei Kollegen ihre eigenen Ideen bereits lang und ausführlich erläutert … Und der Chef geht schon zum nächsten Tagesordnungspunkt über. Wieder eine Chance vertan. Sie sinken in Ihren Stuhl zurück und denken „dann halt nicht“.

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Ist Ihnen bewusst, dass dieses „Dann halt nicht“ langfristig Ihre Karriere massiv behindern kann? Die Kollegen, die gehört werden, graben sich im Kopf Ihres Vorgesetzten als jene Mitarbeiter ein, die aktiv sind, die „da“ sind, die mitarbeiten und mitgestalten. Dass Sie hinter der Sicherheit Ihres Schreibtisches das effiziente Rad sind, das dieses Projekt am Leben erhält und voranbringt, ist Ihrem Vorgesetzten durch Ihr fortgesetztes Schweigen gar nicht bewusst. Wenn dies den Tatsachen Ihres beruflichen Alltags entspricht, dann ist es höchste Zeit, hier neue Verhaltensmuster zu übernehmen!

Wie gehen Sie vor? Mit diesem Tipp geht es sehr leicht! Sie stellen sich einfach vor, Sie seien der Kutscher auf dem Kutschbock Ihres Lebens. Beim nächsten Meeting wählen Sie den Moment, in dem Sie die Kutscherrolle einnehmen, sehr, sehr genau.

  • Ist der Moment gekommen, wo Ihr Input fällig ist, schieben Sie Ihren Stuhl vor und lösen Ihren Rücken von der Sessellehne!! Nein, Sie stehen nicht auf, Sie bleiben sitzen. Aber diese Bewegung erregt Aufmerksamkeit.
  • Sie werden automatisch alle Augen auf sich gerichtet haben. Das mag zu Beginn ungewohnt und unangenehm sein, aber da müssen Sie durch!
  • Bevor Sie zu sprechen beginnen, schalten Sie Ihren Autopiloten aus und wechseln in die Körperwahrnehmung – spüren Sie sich muskulär. Richten Sie sich auf, nehmen Sie bewusst Kontakt mit dem Boden auf. Sie werden sofort erleben, dass nun – als Resultat – die Schultern loslassen. Ihre Ellbogen und Ihr Atem haben nun mehr Raum.
  • Sprechen Sie jetzt! Sofort klingt Ihre Stimme kraftvoll, klarer, tiefer und motivierender. Und im Raum ist Ihnen nach diesen kraftvollen ersten Worten eine ganze Weile die Aufmerksamkeit sicher.

Probieren Sie es im nächsten Meeting aus! Sie werden den Unterschied lieben und sich auf weitere Fahrten auf dem Kutschbock zu freuen beginnen.

Ihr
Arno Fischbacher