„Was kann ich tun, damit meine Nervosität in der Stimme nicht so stark hörbar ist?“, lautet eine oft gestellte Frage in meinen Seminaren. Der Haken an der Sache ist: Wenn Sie Ihre Gefühle unterdrücken oder verstecken, so erreichen Sie in der Regel das Gegenteil: Ihre Mitmenschen nehmen zumindest unterschwellig wahr, dass Sie gerade etwas verbergen wollen, dass Sie nicht ganz aufrichtig sind. Möglicherweise konzentrieren sie sich nun sogar stärker darauf herauszufinden, was genau Sie zu verbergen versuchen, als auf das, was Sie Ihnen mitteilen möchten. Daher macht es wenig Sinn, Gefühle oder Absichten zu verbergen und etwas anderes vorzugeben. Sie wirken dann eher zwiespältig, verwirrend und sind nicht mehr kongruent.

Sprechen Sie daher Empfindungen oder Gefühle gezielt an:

  • „Dass ich heute vor einem so großen Publikum sprechen darf, lässt mein Herz ordentlich höher schlagen …“
  • „Ich habe das Gefühl, wir drehen uns im Moment im Kreis. Wollen wir eine kurze Pause machen?“

So zeigen Sie, dass Sie auf das achten, was vor sich geht. Und dass Sie Ihre Gefühle und die der anderen ernst nehmen. Ihre Stimme wird es Ihnen danken und darauf prompt reagieren.

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