Emotionen begleiten uns ständig und beeinflussen, wie wir handeln und kommunizieren. Gerade in wichtigen Gesprächen oder beruflichen Situationen ist es eine Herausforderung, trotz innerer Unruhe oder belastender Gefühle präsent und souverän zu bleiben. In diesem Beitrag zeige ich dir, wie du deine Stimmung bewusst wahrnehmen und steuern kannst, um im Alltag handlungsfähig zu bleiben.

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Warum es wichtig ist, Emotionen bewusst zu steuern

Emotionen wirken sich unmittelbar auf unsere Kommunikation und unser Verhalten aus. In Situationen mit hoher emotionaler Belastung – etwa bei Konflikten, Beschwerden oder Stress im Beruf – ist es schwer, klar und lösungsorientiert zu bleiben. Unkontrollierte Gefühle können zu Missverständnissen, Überforderung oder sogar gesundheitlichen Problemen führen. Daher ist es essenziell, Methoden zu entwickeln, um die eigene Stimmung gezielt zu regulieren und präsent zu bleiben.

Die Rolle der Körperwahrnehmung bei der Emotionssteuerung

Emotionen sind eng mit körperlichen Empfindungen verbunden. Du spürst Ärger vielleicht als Spannung in der Magengrube, Nervosität als Enge in der Brust oder Anspannung in den Schultern. Dieses körperliche Erleben nennt man Propriozeption – die Wahrnehmung der eigenen Körperposition und -spannung.

Indem du deine Aufmerksamkeit bewusst auf diese körperlichen Signale lenkst, kannst du deine Emotionen besser erkennen und regulieren. Das bewusste Wahrnehmen der Muskelspannung, des Atems oder des Drucks auf deinen Füßen bringt dich ins Hier und Jetzt und unterbricht automatische, emotionale Reaktionsmuster.

Rituale und Anker als hilfreiche Werkzeuge im Alltag

Kleine, ritualisierte Momente helfen dir, von einem emotionalen Zustand in einen anderen zu wechseln. Ein Beispiel aus dem Theater zeigt, wie ein Schauspieler vor einer Vorstellung bewusst einen kurzen Weg nutzt, um sich auf die Rolle einzustimmen. Dabei verlangsamt er seine Schritte und konzentriert sich auf das Knirschen des Schotters unter den Schuhen.

Solche Alltagsanker können auch für dich wirksam sein: Das bewusste Berühren einer Türklinke, das Wahrnehmen des Bodenkontakts deiner Füße oder ein kurzer Atemimpuls können dir helfen, den emotionalen Zustand zu wechseln und dich auf neue Anforderungen einzustellen.

Wie du starke Emotionen durch Körperfokus regulieren kannst

Wenn du spürst, dass eine starke Emotion dich belastet, kannst du diese Übung versuchen:

  1. Finde heraus, wo du die Emotion körperlich am stärksten wahrnimmst – zum Beispiel in der Magengrube, im Nacken oder in den Schultern.
  2. Lege deine Hand an diese Stelle und nimm die Empfindungen bewusst wahr: Wärme, Druck, Spannung oder andere Gefühle.
  3. Atme ruhig und tief ein und aus und konzentriere dich auf das Körpergefühl.
  4. Erlaube deinem Körper, die Spannung durch das bewusste Wahrnehmen und den Atem langsam loszulassen.

Diese Methode aktiviert das parasympathische Nervensystem, das für Entspannung sorgt, und hilft, muskuläre Schutzspannungen abzubauen. So neutralisierst du starke Gefühle und findest zu innerer Ruhe zurück.

Praktische Übung: 3 Minuten Körperwahrnehmung für mehr innere Ruhe

Diese kurze Übung hilft dir, im Alltag deine Emotionen bewusst zu steuern:

  1. Setze dich bequem hin und schließe die Augen.
  2. Richte deine Aufmerksamkeit auf deine Füße. Spüre den Kontakt zum Boden, die Verteilung deines Gewichts.
  3. Wandere mit deiner Aufmerksamkeit langsam durch deinen Körper: Beine, Becken, Rücken, Schultern, Nacken, Gesicht.
  4. Spüre bewusst, wo du Spannung wahrnimmst, und atme in diese Bereiche hinein.
  5. Lege, wenn möglich, eine Hand auf die Stelle mit der stärksten Spannung und bleibe dort noch einen Moment.
  6. Atme tief aus und lass beim Ausatmen bewusst los.
  7. Öffne langsam die Augen und nimm wahr, wie sich dein innerer Zustand verändert hat.

Diese Übung kannst du jederzeit und überall durchführen, um dich aus emotionalen Stressmomenten herauszuholen und deine innere Balance wiederherzustellen.

Fazit

Emotionen sind körperlich spürbar und beeinflussen unser Verhalten stark. Indem du deine Körperwahrnehmung schärfst und bewusste Anker und Rituale nutzt, kannst du deine Stimmung gezielt steuern. Das bewusste Wahrnehmen und Fokussieren auf körperliche Spannungen ist ein effektiver Weg, um emotionale Überforderung zu reduzieren und präsent zu bleiben – auch in herausfordernden Situationen.

Wenn du lernst, deine Emotionen auf diese Weise zu regulieren, stärkst du nicht nur deine innere Ruhe, sondern auch deine Wirkung in Kommunikation und Führung.

Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, wie du deine Selbstführung und innere Klarheit weiter verbessern kannst, freue ich mich über deine Kontaktaufnahme.

FAQ – Häufige Fragen zur Emotionssteuerung

Wie finde ich heraus, wo ich eine Emotion körperlich spüre?
Lenke deine Aufmerksamkeit bewusst auf deinen Körper und beobachte, wo du Spannung, Enge oder Wärme wahrnimmst. Häufig zeigen sich Emotionen in Schultern, Nacken, Magengrube oder im Brustbereich.
Wie hilft die Körperwahrnehmung, Emotionen zu regulieren?
Das bewusste Spüren der körperlichen Empfindungen lenkt den Fokus weg von gedanklichen Schleifen und aktiviert das parasympathische Nervensystem, das für Entspannung sorgt und muskuläre Spannungen löst.
Kann ich diese Methoden auch in stressigen Situationen anwenden?
Ja, kurze Wahrnehmungsübungen oder das bewusste Berühren eines Alltagsankers können dir helfen, schnell in einen ruhigeren Zustand zurückzufinden, auch wenn die Situation herausfordernd ist.

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