Viele Führungskräfte und Expert:innen stehen immer wieder vor der Herausforderung, vor einem Publikum zu sprechen. Dabei kann eine Rede schnell langweilig oder unverständlich wirken, wenn grundlegende Fehler gemacht werden. In diesem Beitrag zeige ich dir typische Stolpersteine, die Redner:innen oft unbewusst begehen, und wie du diese vermeidest, um deine Wirkung zu verbessern.

Der folgende Inhalt kann optional auch angehört werden:


Warum ein schlechter Anfang das Publikum abschreckt

Viele Redner beginnen ihre Vorträge mit umständlichen Einleitungen, die das Publikum ermüden. Ein typisches Beispiel ist, „drei Meilen vor dem Anfang“ zu starten – also mit langen, unnötigen Vorbemerkungen, die den Zuhörer nicht direkt ins Thema bringen. Eine steife Anrede kombiniert mit einer Ankündigung, wie „lassen Sie mich kurz…“, signalisiert Langeweile und bereitet den Zuhörer auf eine ermüdende Rede vor.


Ablesen statt frei sprechen – ein häufiger Fehler

Viele Redner glauben, sie wirken sicherer, wenn sie ihre Rede Wort für Wort ablesen. Tatsächlich wirkt das aber oft unnatürlich und unruhig. Ein lesender Redner, der immer wieder misstrauisch hochblickt, ob noch alle zuhören, erzeugt Distanz zum Publikum. Wer frei sprechen möchte, sollte sich auf eine klare Struktur und kurze Sätze konzentrieren, statt lange, verschachtelte Perioden vorzulesen.


Warum geschichtliche Hintergründe nicht immer helfen

Ein häufiger Fehler ist, zu viele historische Details einfließen zu lassen, um das Thema zu „erklären“. Das führt dazu, dass die Rede trocken und schwerfällig wird. Zuhörer erwarten keine Geschichtslektion, sondern eine lebendige und verständliche Vermittlung der Inhalte. Zu viel Statistik oder zu viele Zahlen können zwar beleben, sollten aber sparsam und gezielt eingesetzt werden.


Die Bedeutung der Rede als Dialog mit dem Publikum

Eine Rede ist kein Monolog, bei dem nur eine Person spricht und die Zuhörer passiv bleiben. Das Publikum reagiert ständig – durch Mimik, Gestik und Aufmerksamkeit. Gute Redner hören auf diese Resonanz und passen ihre Sprache und Körpersprache an. Wer nur liest oder monoton spricht, übersieht diese wichtige Wechselwirkung und verliert die Verbindung zum Publikum.


Wie du Schlussankündigungen richtig einsetzt

Viele Redner kündigen den Schluss ihrer Rede frühzeitig an und dehnen diesen dann unnötig aus. Das führt zu Frustration und Langeweile. Stattdessen solltest du den Schluss klar und prägnant gestalten und darauf achten, dass die Rede eine sinnvolle Länge hat. Eine Dauer von unter anderthalb Stunden ist meist ausreichend, um die Aufmerksamkeit zu halten.


Kurze Übung: Bewusstes Reden mit Struktur (2–5 Minuten)

Setze dich ruhig hin und überlege dir ein Thema, das du häufig präsentierst. Schreibe drei bis fünf Stichpunkte, die den roten Faden deiner Rede bilden. Übe dann, diese Punkte in kurzen, klaren Sätzen frei zu formulieren, ohne abzulesen. Achte dabei auf eine natürliche Betonung und Pausen. Wiederhole die Übung mehrmals, um Sicherheit und Präsenz zu gewinnen.


Fazit

Viele klassische Fehler bei Reden entstehen durch zu viel Vorbereitung auf Details, zu lange und verschachtelte Sätze sowie fehlende Verbindung zum Publikum. Stattdessen lohnt es sich, auf Klarheit, Struktur und einen lebendigen Dialog mit den Zuhörern zu setzen. So vermeidest du Langeweile und erhöhst deine Präsenz nachhaltig.

Wenn du deine Stimme und deine Wirkung weiter verbessern möchtest, lohnt sich eine bewusste Auseinandersetzung mit den Grundlagen des Redens. Stimme wirkt – nutze sie gezielt.

Falls du Fragen hast oder Unterstützung bei deiner Präsentation suchst, stehe ich dir gerne zur Verfügung.


FAQ

Wie vermeide ich einen langweiligen Anfang meiner Rede?
Beginne direkt mit einem klaren, relevanten Einstieg und vermeide unnötige Vorbemerkungen.
Warum sollte ich nicht meine Rede komplett ablesen?
Ablesen wirkt unnatürlich und distanziert, frei sprechen mit klarer Struktur schafft Nähe zum Publikum.
Wie erkenne ich, ob meine Rede zu lang ist?
Wenn die Aufmerksamkeit merklich nachlässt oder du den Schluss mehrfach ankündigen musst, ist die Rede wahrscheinlich zu lang.

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