Follow-Up Macht der Stimme2016-07-04T00:48:38+02:00
Follow-Up Macht der Stimme 22019-02-05T21:21:47+01:00

Voice Awareness® in Beruf und Alltag (2)

VIDEOTRAINING FÜR SEMINARTEILNEHMER

Heute lesen Sie den zweiten von fünf Online-Tipps. Viel Spaß beim Auffrischen Ihrer Erinnerungen aus unserem Workshop.

Dies sind die fünf Themen im Überblick:

  1. Die Macht von Stimme und Körpersprache
  2. Eigenton: Beziehungssignal Ihrer Stimme
  3. Raumfüllend und verständlich sprechen
  4. Warming-up für Profis
  5. Strategien gegen Nervosität

Ich freue mich auf Ihr aktives Mitmachen!

Eigenton

BEZIEHUNGSSIGNAL IHRER STIMME

All jene Stimmen, die als besonders wohlklingend empfunden werden, vereinen einen scheinbaren Gegensatz: Sie klingen entspannt und wirken dennoch aktivierend. Immer wieder lassen sie uns den sogenannten „Eigenton“ hören. Wenn er erklingt, dürfen die Stimmlippen im Kehlkopf völlig entspannt schwingen. Nicht umsonst wird der Eigenton auch als „Wohlfühllage“ bezeichnet.

Wo liegt Ihr persönlicher Eigenton?

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Was macht den Eigenton der Stimme so wirksam?

Das Besondere am Eigenton ist, dass er dieses große Vertrauenspotenzial in sich trägt. Vermutlich hängt das damit zusammen, dass er unbewusst an früheste Hörerlebnisse erinnert. Bereits ab der zwanzigsten Lebenswoche nimmt das heranwachsende Kind eine vielfältige Lautumgebung wahr. Hier herrscht eine ganz spezielle Akustik, denn das Kind schwimmt ja im Wasser der Fruchtblase. Geräusche des Organismus, die Stimme der Mutter und Außengeräusche kommen entsprechend gedämpft an (Dieser Artikel beschreibt es genauer). Vergleichbares können Sie erfahren, wenn Sie mit den Ohren unter Wasser tauchen oder wenn Sie sich beide Ohren zuhalten und dann ein paar Worte sprechen.

Der Eigenton im Alltag

BEZIEHUNGSAUFBAU MIT DEM EIGENTON

Welche Rolle spielt nun dieser „Eigenton“ im Alltag? Ganz einfach: Immer dann, wenn Sie überzeugend, vertrauensvoll, sicher und kompetent wirken wollen, sollte Ihre Stimme aus dem „Eigenton“ (also dem volleren, tieferen Bereich Ihrer Stimme) heraus modulieren. Toller Nebeneffekt: Je mehr Ihre Stimme moduliert, desto besser behalten Ihre Zuhörer, was Sie sagen, wie die Forschung zeigt. Service für’s Gedächtnis, sozusagen.

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Wenn Sie sich jedoch nun die Frage stellen, ob Sie am besten nur noch aus dem Eigenton heraus sprechen sollten: Nein, darum geht es nicht. Dann klänge Ihre Stimme monoton, weil Sie nur ein sehr kleines Klangspektrum nutzen. Das würde Ihre Zuhörer ermüden und zu Langeweile führen. Für die Lebendigkeit in der Stimme brauchen Sie die Modulation. Zum vollen, gelösten, klaren und eher warmen Klang kommt also noch ein angenehmes, natürliches Auf und Ab des Tonfalls. Die Kunst ist, mit der Stimme nicht „abzuheben“ und während des Sprechens immer wieder zum vertrauensvollen Eigenton zurückzukehren.

Der Eigenton

ALLTAGSÜBUNGEN

Wie gelingt es, den Eigenton immer wieder von Neuem zu aktivieren? Machen Sie sich die Wohlfühllage Ihrer Stimme möglichst oft bewusst, um eine Referenz für Ihr Ohr zu schaffen. Brummen Sie bei jeder nur denkbaren Möglichkeit ein wohliges, kurzes „Mmhhh“! Ob beim Essen, beim Telefonieren oder im Zwiegespräch – horchen Sie dabei ganz bewusst auf den Klang Ihrer Stimme.

So machen Sie sich Ihren Eigenton noch besser bewusst:

  • Stellen Sie sich vor, Sie seien im Gespräch mit einem Freund oder einer Freundin und hören gerade aufmerksam zu. Nicken Sie nun bedächtig abwägend mit dem Kopf. Gedanken tauchen auf wie „Was Du nicht sagst!“ oder „Schau, schau …“, „Aha …“, „Interessant …!“ Brummen Sie dabei nachdenklich und gut hörbar: „mmhhh …, mmhhh …!“. So einfach aktivieren Sie den Eigenton Ihrer Stimme.
  • Kauen Sie genüsslich ein langgezogenes „Mmmm“! Unter dem sperrigen Begriff „Kauphonation“ finden Sie diese Basis-Übung in jedem Lehrbuch: Sie summen und kauen dabei genussvoll und betont langsam, als hätten Sie eine riesige Luftkugel zwischen Ihren Mahlzähnen. Schnell werden Sie hören, wie Ihre Stimme voller, runder und voluminöser klingt.
  • Beobachten Sie auch, wie sich die Tonhöhe verändert, wenn Sie von einem „Mmhhh“ aus anfangen zu sprechen. Sie können das gezielt ausprobieren, indem Sie zuerst „Mmhhh, mmhhh“ von sich geben und danach einen Satz beginnen. Können Sie an die angenehme Wohlfühllage anknüpfen? Wenn Sie genau hinhören, klingen die wohligen Brummtöne vermutlich deutlich tiefer als die nachfolgenden Sätze. Wenn Sie einerseits abheben und andererseits auch wieder zum Eigenton zurückkehren, sorgt genau das für das angenehme Wechselspiel einer lebendigen Sprechweise.

Gerade wenn Sie angespannt sind, verärgert oder einfach nur „ganz alltäglich gestresst“, geben Ihnen diese kleinen Tools die Möglichkeit, rasch und effektiv loszulassen. Für wichtige kurze Momente hören Sie selbst Ihre Stimme dann voll und wohlklingend.

In zwei Wochen erhalten Sie Ihren dritten Online-Tipp „Raumfüllend und verständlich sprechen“.

Wenn in der Zwischenzeit Fragen auftauchen oder Sie mir einfach ein Feedback geben möchten, freue ich mich sehr, wenn Sie mir schreiben: arno.fischbacher@stimme.at

Ich wünsche ich Ihnen gutes Gelingen und viel Erfolg!

Ihr
Arno Fischbacher

Speaker

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